Für Journalisten zu gefährlich!
Heute Nacht kam es in Graz wieder einmal zum Showdown. Jugendliche aus der Grazer autonomen Szene hatten die letzten Tage (wieder einmal) ein Haus besetzt. Sie fordern ein autonomes Kulturzentrum für Graz. Zum Showdown kam es heute Nacht, nachdem die Polizei den Befehl hatte das Haus zu räumen. Alles verlief friedlich, es gab keine Verhaftungen und auch keine Verletzten. Eigentlich sollte alles “in Butter” sein. Kritik kam jedoch diesmal von journalistischer Seite.
Trotz Presseausweis sollen angeblich Fotografen an ihrer Arbeit gehindert worden sein. Der Sprecher der Grazer Polizei, Gerhard Lecker, bestätigte in einem Interview, dass man keine Journalisten im besetzten Haus haben wollte. Immerhin handelt es sich um eine Gefahrenzone.
Martin Dirninger, freier Fotograf in Graz, kritisiert die Polizei, dass er effektiv bei der Arbeit behindert wurde. Er sei abgedrängt worden und durfte das besetzte Haus nicht betreten.
“Ein Haus- und Hof-Fotograf der Polizei durfte jedoch ungehindert das Haus betreten.” ärgert sich Dirninger. Dieser Fotograf sei auch kein Polizist gewesen.
Das bestreitet Gerhard Lecker. Er ist davon überzeugt, dass nur Polizisten zur Einsatzdokumentation Fotos im Gebäude angefertigt hätten. Auch der Zeitpunkt der Polizeiaktion, sie fand erst nach Mitternacht statt, sei zufällig und habe nichts mit den Redaktionsschlüssen lokaler Zeitungen zu tun.
Es ist klar. Hier steht Aussage gegen Aussage. Jedoch gibt es generell zu denken, warum die Polizei offensichtlich keine Beobachter bei der Hausräumung haben wollte. Das Gefahren-Argument gilt nicht. Weltweit riskieren Journalisten ihr Leben für ihre Arbeit. Warum sollte dann die Auflösung einer friedlichen Hausbesetzung zu gefährlich für den Berufsstand sein? my2cents































