10 Jul

Weg vom Image des Geschichtenerzählers!

Wie definiert man einen guten Journalisten? Landläufig würde man sagen, er muss gut schreiben können und Geschichten erzählen können. Oft vergisst man aber, dass das nicht alles ist, ja gar nicht sein kann.

Gerade in Zeiten des Onlinejournalismus kommen immer mehr Aspekte hinzu. Das Schreiben selbst tritt immer mehr in den Hintergrund. Mindy McAdams erkannte bereits im Dezember 2006, dass immer mehr Vorbereitung in die journalistische Arbeit fließen muss. Die Entwicklung im Internet macht es für den klassischen Print-Journalisten notwendig nicht nur Bilder sondern auch Audiomitschnitte oder gar Videos mit zu produzieren.

Das resultiert nicht nur im einfachen Kontrollieren der Batterien. Ganze Arbeitsabläufe haben sich durch die technische Entwicklung geändert. Mehr dazu hier.

Ende Juni 2008 hat sie ihren damaligen Artikel noch einmal ausgegraben und um ein paar Punkte erweitert. Journalisten seien “storytellers” und müssen kommunizieren. Sie müssen dabei Informationen verständlich machen und diese der Öffentlichkeit kommunizieren. Dazu braucht es mehr als nur gut schreiben zu können.

Patrick Thornton widerspricht McAdams jedoch. Er sieht sich nicht als “storyteller”, als einfacher Geschichtenerzähler. Ein Journalist sollte sich vielmehr dadurch auszeichnen, dass er Informationen auswählt bereitstellt. Im heutigen Medienmarkt müsse das unabhängig von der Art des Mediums passieren.

Außerdem fordert er den Mut zu kürzen. Geschichtenerzähler würden nur für ihr eigenes Ego erzählen. Das ist ein weiterer Grund warum Journalisten keine Geschichtenerzähler sein sollten.

Last but not least soll auch noch Howard Owens zu Wort kommen. Er ist der Meinung, dass nicht jede Information in einer Geschichte enden soll. Nicht jede News Information muss eine gute Story sein. Das würde am Publikum vorbei arbeiten. Dieses wolle nämlich gar nicht so viele lange Geschichten.

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