05 Sep

1000 Dinge die ich über das Bloggen gelernt habe

Das Internet ist eine Fundgrube für alles Mögliche. Anlässlich des 1000. Post des “Online Journalism Blog” ist folgender Artikel erschienen. Da ich glaube, dass die wenigstens deutschsprachigen Blogger in der englischen Blogosphäre mitlesen möchte ich euch diese Aufstellung nicht vorenthalten. Der Artikel wurde von mir ins Deutsche übersetzt und liefert meiner Meinung nach ein paar gute Hinweise was einen guten Blog ausmachen kann. Auf jeden Fall Gratulation zum 1000. Blog-Eintrag.

  1. Bloggen ist nicht einen Blog schreiben. Bloggen ist verlinken und kommentieren. Das Geschriebene ist nur Bonus.
  2. Regelmäßiges posten ist wichtig.
  3. Beiträge von hoher Qualität sind jedoch umso wichtiger. Wenn du eine ganze Woche dafür verwendest einen einzigen Beitrag zu schreiben, kann das eines der wichtigsten Dinge sein, die du je tun wirst.
  4. Zuerst Wissen, dann die  Analyse, dann die  Ideen.
  5. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Noch wichtiger: Ein Bild sagt mehr als 1000. Wörter in 200 Ländern. Die Tatsache dass der Leser nicht Englisch (Deutsch) sprechen muss um zu verstehen was du kommunizieren willst, kann einen Beitrag ohne Worte, aber mit einem guten Bild, zu seinem erfolgreichsten machen.
  6. Aus ähnlichen Gründen: Videos funktionieren. Es mag zwar nicht Suchmaschinen-freundlich sein, aber wenn die Nutzer es übernehmen können und im eigenen Blog einsetzten, dann wird das ohnehin die Runde machen.
  7. Wenn Videos auf Konversation treffen, kann sehr gutes dabei herauskommen.
  8. Jeder sieht in einem Video hässlich aus. Komm darüber hinweg!
  9. Online Videos sind nicht online TV
  10. Podcasts funktionieren besser wenn du nicht allein bist.
  11. Es braucht Zeit. Manchmal Jahre. Ausdauer zählt.
  12. Es ist wichtig schnell zu sein.
  13. Große Ideen ziehen weite Kreise.
  14. Pingback/trackback sind tolle Sachen. Eine Möglichkeit der Verbreitung die so manche Nachrichten-Website nicht übertreffen kann. Was ist interessanter als jemand der sich für dich interessiert?
  15. Cliquen und Seilschaften funktionieren auch in der Blogosphäre.
  16. We are too fucking Anglo-American
  17. Sprachen sind eine massive Grenze
  18. Grundlegende Regeln sind wichtig
  19. Social bookmarking erleichtert die Suche nach einem Eintrag
  20. Der wichtigste Grund um zu Bloggen ist nicht zu zeigen was man alles weiß. Es gilt vielmehr herauszufinden was alle anderen wissen.
  21. RSS ist eine der unterschätztesten Technologien auf der Welt. Wenn man einmal verstanden hat was man damit anstellen kann, bringt es die ganze Welt auf deinen Bildschirm, auf dein Handy, in deinen Blog und umgekehrt.
  22. Ein Blog öffnet keine Türen. Es gibt dir jedoch die Idee, dass man einmal anklopfen könnte.
  23. Wenn Leute dich googeln, spart es dir jede Menge Zeit Dinge zu erklären.
  24. Blogs sind nur ein Teil eines Biotops namens “Social Media”. Die Hälfte der Inhalte geht über Twitter, Delicious, Flickr und Seesmic.
  25. Lass mit in Ruhe mit FriendFeed, Plurk, Jaiku, und so weiter.
  26. Humor zieht, aber nicht jeder wird es verstehen
  27. Ich scheine gerne auf Verben zu verlinken.
  28. Wenn man darüber Nachdenkt, ist das Senden von live Videos vom Handy aus, ist eine ziemlich aufregende Sache.
  29. Das Senden von live Video vom Handy aus verbraucht deinen Akku verdammt schnell.
  30. Auch vom Handy aus im Internet zu surfen verbraucht deinen Akku verdammt schnell.
  31. Wenn du eine Veranstaltung moblogst. Verwende einen starken Lead und ein extra Handy.
  32. Das Nokia95 tritt dem iPhone in den Arsch.
  33. (Aber ich bin gerne dazu bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen.)
  34. Wordpress plugins machen abhängig
  35. Firefox extensions machen auch abhängig
  36. Sich für die beta Phase eines Webportals anzumelden macht abhängig
  37. Mir ist Twitterspam egal.
  38. Eine einfache, lustige Idee kann innerhalb von Minuten um die Welt reisen.
  39. Wenn du eine Kampagne gegen jemanden starten willst: Du hast bereits die Technologie dazu.
  40. Falls du ein Feature braucht, mach es dir selbst.
  41. Google ist der weltweit größte Beliebtheitswettbewerb
  42. Sobald du erkennst, dass du keine Leserschaft mehr hast, sondern eine Community. Dann erkennst du auch, dass du sie mobilisieren und Dinge verändern kannst.
  43. Technologie ist einfach: Community ist schwierig
  44. Menschen zu treffen ist wichtig: Ich lese Blogs von Menschen die ich getroffen habe viel öfter als von Menschen bei denen das nicht der Fall ist.
  45. Geografie zählt immer noch
  46. Birmingham hat viele blogger
  47. Liveblogging und Twitter-blogging sind nicht das selbe.
  48. Privatsphäre ist ein dehnbarer Begriff: nur weil es in der Öffentlichkeit passiert, heißt es noch lange nicht, dass es für die Öffentlichkeit bestimmt ist.
  49. Wordpress.com ist besser als Blogger
  50. Wordpress.org is better than Wordpress.com (see Thing 34)
  51. Inhalt ist nicht das wichtigste.
  52. Konversation ist das wichtigste.
  53. Konversation ist das aller wichtigste.
  54. Wir sollten nicht versuchen ein Medienunternehmen zu sein.
  55. Wenn jemand eine Presseaussendung über etwas scheibt, solltest du nicht darüber bloggen.
  56. Als Journalist ist bloggen eine gute Möglichkeit die Freude am Journalismus wieder zu erlangen.
  57. Bloggen ist auch eine gute Möglichkeit, zu erkennen wie schön es ist ein Lektorat zu haben.
  58. Mach was du am besten kann. Alles andere holst du dir mit Links.
  59. Blogs sind es nicht wert dafür zu sterben. Dafür ist Alkohol da.
  60. Sich selbst eine maximale Anzahl von Posts pro Tag zu setzen ist eine gute Idee.
  61. Eine bestimmte Zeit festzulegen wann man seine RSS feeds liest ist auch eine gute Idee.
  62. Wenn du dich auf ein Service von Dritten verlässt, bereite dich darauf vor, dass dir irgendwann der Teppich unter den Füßen weggezogen wird.
  63. Wenn du die Kommentarfunktion wieder oben platzierst, werden mehr Leute kommentieren.
  64. Ein Blog ohne Kommentare hat einen Fehler.
  65. Eine Seite mit Kommentaren, die jedoch zensiert werden, hat nicht nur einen Fehler, Sie ist bösartig.
  66. Wenn du willst, dass kommentiert wird, musst du die Beiträge mit einem offenen Ende versehen.
  67. Wenn du willst, dass kommentiert wird: Lass einen Beitrag länger als einen Tag auf deiner Topseite.
  68. die Quellen offen zu legen ist nicht nur guter Journalismus. Es hilft dir auch bei der Verbreitung deiner Artikel.
  69. Die Industrie hinter der Suchmaschinen optimierung ist ein lustiger Geschäftszweit. Innerhalb von fünf minuten findest du alles was du brauchst über Suchmaschinen Optimierung.
  70. Es wird mich aber fünf Stunden kosten alle daraus resultierenden Fragen zu beantworten.
  71. Wenn du erwartest durch das Bloggen reich zu werden, bist du entweder naiv oder Robert Scoble.
  72. Wenn du damit rechnest durch das Bloggen reich zu werden, rechne nicht damit das mit Werbung zu erreichen.
  73. Von wenigen Schlüsselleuten gelesen zu werden ist beruflich gesehen mehr wert als viele Besucher zu haben.
  74. Oft verlinkt zu werden kann mehr wert sein als viele Besucher zu haben.
  75. Sei vorsichtig wenn du Werbeleuten text-basierte Geschenke machst oder Ihnen gratis Artikel anbietest. Verstehe was Linkspam bedeutet.
  76. Sei dir bewusst, dass du ein Ego hast.
  77. Sei dir bewusst, dass jeder ein Ego hat.
  78. Barcamps sind toll.
  79. Du kannst nicht immer nur reden. Manchmal musst du auch etwas tun.
  80. Es sollte mehr Geld zur Verfügung stehen um etwas zu tun.
  81. Ideen sind kein Problem. Zu wissen welche man verfolgen soll ist eines.
  82. Nur 10% der Amerikaner lesen blogs.
  83. Aber 26% der Amerikaner schreiben blogs
  84. Wie funktioniert das?
  85. Blogs sind  ethisch weit repräsentativer als Massenmedien.
  86. Die Leute mögen den Print- und Rundfunktmedien nicht vertrauen, aber sie vertrauen den Online medien noch viel weniger.
  87. Die 1-9-90 Regel
  88. Schnell noch einen Blog-Eintrag zu schreiben, bevor du schlafen gehst ist keine gute Idee.
  89. Schnell noch einen Blog-Eintrag zu schreiben, wenige Stunden bevor deine Frau in den Wehen liegt, ist eine schlechte Idee.
  90. Manche Nachrichten verbreiten sich schneller als ein Nachbeben.
  91. Menschen brauchen keine Manager um sich zu organisieren - sie brauchen nur Verbindungen
  92. Sobald ich Video Kommentare direkt von meinem Handy aus aufnehmen kann, bin ich ein glücklicher Mann.
  93. Unterschätze nie die Macht der Privatisierung.
  94. Unterschätze nie die Macht großer Firmen.
  95. Unterschätze nie die Macht der Regierungen
  96. Wenn, nachdem alles vorbei ist, wir wieder in Höhlen leben müssen und Ratten essen, dass wäre das ziemlich schade.
  97. Listen sind das größte Vorurteil der Blogosphäre geworden. Und die gemeinste Taktik an die Spitze von delicious/digg/reddit zu kommen.
  98. Aber sie werden gelesen.
  99. Übrigends, hast du diese Liste schon gebookmarked?

1000. Ich kann nicht zählen.

One Response to “1000 Dinge die ich über das Bloggen gelernt habe”

  1. 1
    1000 things I’ve learned about blogging | Online Journalism Blog Says:

    [...] Now available in German. Thanks [...]

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