Keine Gratiszeitung: PR Sprech bei Axel Springer
Ab 20. September ist Berlin um eine Gratiszeitung reicher. Der Axel Springer Verlag, der sich nicht wie vor gegen Gratiszeitungen zur Wehr setzt, wird eine wöchentliche Zusammenfassung der “Berliner Morgenpost” verteilen.
Das sei jedoch keine Gratiszeitung sondern vielmehr “eine kostenlose Leseprobe”.
Jetzt müsste man mir bitte erklären was an einer “kostenlosen Leseprobe” nicht gratis sein soll. Vor allem die Werbeeinnahmen, die man sich aus dem Gratisbereich absaugen will sprechen wohl dafür dass diese Leseprobe sehr wohl einen Gratiszeitung ist. Trotzdem will Axel Springer an der Devise: “Jeder Tag ohne Gratiszeitung ist ein guter Tag.” festhalten, berichtet die Netzeitung.
Bleibt nur noch zu sagen, entweder der Axel Springer Verlag blickt einer sehr schlechten Zukunft entgegen, oder diese neue “Leseprobe” verdient den Namen Zeitung gar nicht.
Es gibt keine eigenständige Redaktion, es werden nur Artikel der “Berliner Morgenpost” übernommen. Zusätzliches Personal in der Redaktion soll es dafür nicht geben. Den Namen Zeitung verdient so etwas gar nicht. Die Bezeichnung “Mantel für zusätzliche Werbung” wäre viel besser.
Somit hat die PR von Axel Springer wieder einmal eine neue Wahrheit erzeugt. Es ist keine Gratiszeitung geplant, vielmehr ein Gratiswerbeheft. Und so gesehen kann sich Axel Springer noch über ein paar gute Tage ohne Gratiszeitung hinwegschwindeln.
Für mich klingt das richtig österreichisch, die Zeitung nicht das Land. Das ist nämlich keine Gratiszeitung sondern es werden nur Leseproben verteilt.































